Was kann ich tun, wenn mein Kind nicht in der Memola liegen möchte?

Hilfe, mein Baby möchte nicht in der Memola liegen – Tipps & Ursachen

Die Memola wird von den meisten Kindern wegen des sanften Schwingens geliebt. Doch es gibt Momente, in denen ein Baby Widerstand zeigt. Das ist kein Grund zur Sorge, sondern oft ein wertvolles Signal für die aktuellen Bedürfnisse oder den Entwicklungsstand deines Kindes.

Hier sind die häufigsten Ursachen und praktische Lösungen:

1. Hoher Stimulationsbedarf (High Need Babys)

Erhöhter Stimulationsbedarf und Reaktion auf das Schaukeln

Wenn Ihr Kind lieber auf dem Arm getragen werden möchte und in der Memola-Wiege unruhig wirkt, gehört es möglicherweise zu den Kindern mit erhöhtem Stimulationsbedarf.

Die Lösung:

In diesem Fall kann es hilfreich sein, abwechslungsreichere Schaukelbewegungen anzuwenden. Das bedeutet, dass Ihr Kind möglicherweise mehr Bewegungsstimulation benötigt, beispielsweise durch sanftes, aber dynamisches Schaukeln.

Auch der Einsatz einer Feder kann in solchen Fällen helfen. Die Bewegung der Memola-Wiege ist zwar so ausgelegt, dass keine Feder benötigt wird, jedoch können manche Kinder mit erhöhtem Bedarf und sogenannte „High Need Babys“ zeitweise zusätzliche Auf- und Ab-Stimulation benötigen.

In diesem Fall können Sie zwischen den Aufhängehaken von Memola eine Feder montieren, am besten zwei an jedem Haken. Wenn Sie eine Feder an der Memola-Wiege anbringen, sollten Sie dennoch daran denken, diese Reize zu variieren.

Wichtig: Das heißt, Sie sollten auch wieder zum Schaukeln ohne Feder zurückkehren, denn dann lernt das Kind mit der Zeit selbst, die Bewegung der Wiege zu regulieren.

Das Wiegen als Entwicklungsbedürfnis des Kindes

In den ersten Lebensmonaten, wenn Koliken ein häufiges Problem sind, können solche Stimulationen und das Schaukeln große Linderung bringen.

Eine Abneigung gegen das Schaukeln kann also auf ein erhöhtes Stimulationsbedürfnis des Kindes hindeuten oder beispielsweise mit Muskelverspannungen zusammenhängen. Das ist ein Signal, sich damit auseinanderzusetzen oder Rat einzuholen.

Denn Schaukeln ist ein natürliches Bedürfnis von Kindern. Wird dieses Bedürfnis nicht befriedigt, ist das ein Problem – und nicht umgekehrt.

2. Reflux und Unwohlsein in der Flachlage

Wenn dein Baby nach dem Füttern weint oder den Rücken durchdrückt, könnte ein Reflux (Rückfluss von Magensäure) die Ursache sein. Da der Schließmuskel des Magens noch unreif ist, ist das Liegen auf einer komplett flachen Ebene unangenehm.

Die Lösung:

Die Memola bietet hier einen riesigen Vorteil. Durch die verstellbaren Gurte kannst du den Boden der Wiege leicht schräg stellen. Diese leichte Neigung verhindert das Aufsteigen der Magensäure und sorgt sofort für mehr Komfort.
Mehr erfahren ➜ Asymmetrie / Muskeltonus

3. Das Bedürfnis nach Begrenzung (Pucken)

Neugeborene fühlen sich im weiten Raum manchmal verloren. Sie vermissen die Enge des Mutterleibs.

Die Lösung:

Probiere das Pucken (festes Einwickeln in ein Tuch) aus. Die Kombination aus der körperlichen Begrenzung und dem sanften Schwingen der Memola wirkt oft Wunder und gibt dem Baby das Gefühl von maximaler Sicherheit.

4. Reizüberflutung und das Nervensystem

Manchmal ist es dem Baby in der Memola nicht zu langweilig, sondern zu „offen“. In Phasen von Entwicklungssprüngen (z.B. 8. oder 12. Woche) verarbeitet das Gehirn massiv viele neue Eindrücke.

Die Lösung:

Nutze den Memola-Vorhang. Er fungiert als biologischer Reizfilter. Er dunkelt sanft ab und schirmt visuelle Unruhe ab, ohne die Luftzirkulation zu behindern. Das hilft dem Nervensystem, zur Ruhe zu kommen.

5. Entwicklungssprünge und körperliche Ursachen

Wenn dein Kind die Wiege plötzlich ablehnt, steckt oft ein Wachstumsschub dahinter. In diesen Zeiten brauchen Babys extrem viel Körpernähe.

Hinweis:

Eine anhaltende Abneigung gegen Schwingbewegungen kann manchmal auch auf muskuläre Verspannungen (z.B. KISS-Syndrom) hindeuten. In solchen Fällen kann ein Besuch beim Osteopathen oder Physiotherapeuten klären, ob körperliche Blockaden das Liegen unangenehm machen.

Für die gesamte kindliche Entwicklung

Fazit: Die Memola wächst mit
Die Memola ist kein starres Möbelstück. Sie lässt sich als Wiege, Sinnen-Korb oder Schaukel immer wieder neu an die Phase deines Kindes anpassen. Hab Geduld – oft sind es nur kleine Justierungen an der Neigung, der Höhe oder dem Schwingrhythmus, die den Unterschied machen.

Es lohnt sich, dranzubleiben: Gib dir und deinem Kind die Zeit, in der Memola anzukommen. Die positiven Auswirkungen auf die sensorische Integration, das Gleichgewicht und die gesamte kindliche Entwicklung sind enorm. Jeder Moment, den dein Kind entspannt im Memola verbringt, ist ein Training für sein Gehirn und seine Motorik, von dem es ein Leben lang profitieren wird. Die Memola ist nicht nur ein Ruheplatz, sondern der beste Startpunkt für ein gesundes Wachstum.

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