Kann ich die Memola als Bällebad oder für andere Beschäftigungen nutzen?

Die Memola ist weit mehr als nur ein Ort zum Ausruhen. Durch ihre einzigartige Konstruktion lässt sie sich in ein interaktives Spieleparadies verwandeln, das die sensorische Integration (SI) deines Kindes gezielt fördert. Hier erfährst du, wie du die Memola als spannendes Bällebad und für kreative Sensorik-Spiele nutzt.

Das Highlight: Die Memola als Bällebad

Eine der beliebtesten Anwendungen im Sinnen-Korb (Stufe 2) ist die Nutzung als Bällebad (eine moderne und platzsparende Alternative zum klassischen Laufstall).

  • So geht’s: Senke den Sinnen-Korb so weit ab, dass der Boden der Memola ein paar Zentimeter über dem Zimmerboden schwebt. Fülle den Korb nun mit leichten, schadstofffreien Plastikbällen.
  • Der sensorische Vorteil: Im Gegensatz zu starren Bällebädern schwingt die Memola leicht mit. Das schult das Gleichgewicht und die Eigenwahrnehmung (Propriozeption), während dein Kind nach den Bällen greift oder sich darin bewegt.
  • Sicherheit: Die hohen Netzwände halten die Bälle sicher im Inneren, während dein Kind durch das transparente Material immer Blickkontakt zu dir halten kann.
  • Tipp: Leichter aufräumen: Nach dem spannenden Bällebad. Du kannst alles leicht aufräumen, indem du die Öffnung im Korb öffnest und die ganzen Bälle direkt in Karton oder Sack durch die Öffnung flutschen lässt. Du musst sie nicht von oben herausfischen.

Sensorische Spiele nach Entwicklungsstufen

Je nachdem, wie du die Memola gerade nutzt, bieten sich unterschiedliche Möglichkeiten für die sensorische Förderung (SI-Spiele) an:

Stufe 1: Die Wiege (0–6 Monate) – Sanftes Entdecken

In dieser Phase geht es um Geborgenheit und die erste Aktivierung der Sinne.

  • Fuß-Kontakt & „Kicken“: Neugeborene lieben es, Grenzen zu spüren (wie im Mutterleib). Lege dein Baby so in die Wiege, dass die Füßchen die Netzwand berühren. Das rhythmische Treten gegen den Widerstand stärkt die Beinmuskulatur und bereitet auf das Krabbeln vor.
    • Tipp: Bei Neugeborenen und Frühchen mit zarter Haut einfach Söckchen anziehen, um Reibung an der Netzwand zu vermeiden.
  • Visuelles Training: Nutze den integrierten Spielzeughalter für kontrastreiche (schwarz-weiß) oder farbige Spielzeuge. Da sich die Spielzeuge mit der Memola mitbewegen, trainiert das Baby spielerisch die Augenfixierung in einem optimalen Abstand.
  • Taktile Bodenbeläge: Lege eine Spielmatte mit unterschiedlichen Texturen oder ein grobes, buntes Handtuch auf den Boden der Wiege. Das Liegen auf dem Bauch mit nackten Händen und Füßen auf rauen Strukturen schärft die taktile Wahrnehmung.
  • Das „Kokon-Gefühl“: Für besonders unruhige Babys kannst du das Baby sanft pucken. Die Kombination aus der Begrenzung des Tuchs und dem sanften Schwingen der Memola wirkt wie ein „Reset-Knopf“ für das Nervensystem.

Hinweis: Neugeborene und Frühgeborene haben eine besonders empfindliche Haut an den Fersen. Übermäßiges Strampeln und Reiben am Netz kann zu Hautabschürfungen führen. Um dies zu vermeiden, ziehen Sie Ihrem Kind Söckchen an.


Stufe 2: Der Sinnen-Korb (ab 6 Monate) – Aktives Erleben

Sobald die Seitenwände oben sind, wird die Memola zum Abenteuerspielplatz.

  • Das sensorische Bällebad: Fülle den Korb mit Bällen. Das ist die effektivste Methode, um die Tiefenwahrnehmung (Propriozeption) zu schulen. Das Kind muss das Gleichgewicht halten, während die Memola schwingt. Gleichzeitig nimmt es die Bälle um sich herum wahr.
  • Die „Schatzsuche“: Verstecke zwischen den Bällen oder unter Tüchern verschiedene Alltagsgegenstände (einen Holzlöffel, einen großen weichen Ball, eine Rassel). Das Kind muss tasten und suchen, was die Feinmotorik und Konzentration fördert.
  • Ursache-Wirkungs-Spiele: Befestige einen schwebenden Ballon an dem Korb. Wenn sich das Kind im Memola bewegt, bewegt sich auch der Ballon deutlich mit. „Meine Bewegung hat eine Auswirkung auf meine Umwelt.“
  • Tunnel-Krabbeln: Öffne den Ausstieg und senke die Memola auf den Boden. Das Hinein- und Herauskrabbeln durch die weiche Öffnung stärkt die Raumorientierung und baut Berührungsängste ab.

Stufe 3: Die Schaukel (ab 3 Jahre) – Dynamisches Training

Jetzt steht die Koordination und die bewusste Körperkontrolle im Fokus.

  • Gleichgewichts-Parcours: Das Kind kann versuchen, auf der Plattform zu knien oder zu stehen, während es einen Ball fängt. Dies ist ein hochwirksames Training für die Core-Stabilität.
  • Wurfsport aus der Schaukel: Während das Kind schaukelt, versucht es, Bälle in einen Korb am Boden zu werfen. Das trainiert die Hand-Augen-Koordination unter dynamischen Bedingungen.
  • Die Lese-Insel: Mit Kissen und Decken wird die Schaukel zum „Asyl“ der Ruhe (einem gemütlichen Hängesessel-Ersatz). Es ist der perfekte Ort, um nach einem wilden Tag bei einem Hörbuch oder Buch zu entspannen und die Seele baumeln zu lassen.
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